Schade, Hardturmstadion
Reste
Zuckelt man durch die Baustelle »Umbau Pfingstweidstrasse«, so könnte man meinen, dass der Hardturm noch gar nicht abgerissen ist. Der Rücken der Gästekurve blieb von der Abrissbirne komplett verschont. Einem Mahnmal gleich ragt das Wellblech in den Himmel.
Der Kabinentrakt ist bis auf den letzten Stein verschwunden. Freier Blick aufs schaurig schöne Parkhaus Hardturm. Auf der anderen Seite sind noch ein paar Stufen - die Reste des Ur-Hardturms? - stehen geblieben. Läuft man übers Gelände, sieht man noch Überbleibsel aus der Vergangenheit. Traurig grüssen die Stummel der Flutlichtmasten. Und einsam reckt sich ein Verteilerkasten aus dem Wildgras.
Der eine bewältigt den Verlust seiner fussballerischen Heimat mit Besuchen der trauten Stätte. Er schaut immer mal wieder beim Hardturm vorbei. Erinnert sich an grandiose Kurvenerlebnisse und glanzvolle GC-Siege. Wie viele Stunden seiner Jugendzeit mag er hier verbracht haben? Der andere will sich noch nicht einmal in die Nähe der Ruine begeben. Zu gross wäre der Schmerz beim heutigen Anblick seines geliebten Hardturms.
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